Beanspruchungen massiger Betonbauteile unter frühem Zwang infolge Hydratationswärmewirkung
Spannungsentwicklung
In massigen Stahlbetonbauteilen, deren freie Verformbarkeit behindert ist, können bereits während der Hydratation durch die Wirkung von Zwangs- und Eigenspannungen Risse im jungen Beton entstehen. Die Zwangsbeanspruchung entwickelt sich dabei durch die ungleichmäßige Erwärmung und durch die Verformungsbehinderung des erhärtenden Bauteils. Eigenspannungen werden unabhängig von der Lagerung hervorgerufen, wenn die Eigenverformungen über den Querschnitt behindert werden.
Bild 1: Schleuse Rothensee
Finite Element Berechnung
In das FE-Programm ANSYS wurde ein 8-Knoten USER-Element mit zeitabhängiger Steifigkeitsentwicklung implementiert. Das viskoelastische Werkstoffverhalten wird mittels einer Dirichletreihenentwicklung berücksichtigt.
Bild 2: Messquerschnitt und Elementierung
Schleuse Rothensee
Das entwickelte USER-Element wird auf eine massige Schleusenwand der Schleuse Rothensee angewendet. Das Institut für Massivbau hat im Auftrag der Bundesanstalt für Wasserbau umfangreiche Temperatur- und Dehnungsmessungen während der Hydratation an der Schleuse Rothensee durchgeführt.
Bild 3: Betondehnungsaufnehmer D35
Bild 4
Ansprechpartnerin
Literatur
Malte Kosmahl; Dissertation, Universität Hannover 2006


