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Sicherung neugotischer Gewölbekonstruktionen

Leitung:Dr.-Ing. habil. Michael Hansen
Bearbeitung:Jens Piehler
Laufzeit:1.10.2011 - 30.02.2015
Förderung durch:Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers
Bild Sicherung neugotischer Gewölbekonstruktionen

In der Zeit zwischen 1850 und 1916 entstanden in Deutschland neben unzähligen profanen Bauten auch hunderte Kirchen, deren Erbauer sich die mittelalterliche Gotik zum Vorbild nahmen. Der in dieser Zeit bestimmende Transportkostenfaktor führte zu außerordentlich schlanken Gewölbekonstruktionen aus Mauerwerk geringer Dichte. Diese Gewölbe zeigen Risse ganz unterschiedlicher Größe und Form, deren Ursachen neben der Materialwahl und der extremen Schlankheit auch in Imperfektionen, Diskontinuitäten, Zwängungen und unterschiedlichen Setzungen zu vermuten sind.

Anders als in der Gotik spielte bei der Errichtung die Materialeinsparung eine wesentliche Rolle. Das führte nicht nur zu sehr ausgemagerten Konstruktionen, sondern auch zu „effektiveren“ Bauweisen. So errichtete man z.B. lediglich die Gurt– und Gratbögen auf Schalungen. Die Kappen wurden meist nachträglich und ohne Unterstützungen Reihe um Reihe „eingeklebt“.

Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, ein systematisches Sanierungskonzept für geschädigte neugotische Kirchen zu entwickeln, durch Versuche zu erproben, und verbindliche, wirtschaftliche und nachhaltige Anwendungsmuster aufzustellen, die auch den Kriterien der Baudenkmalpflege genügen.

Am Beispiel der Christuskirche in Hildesheim soll eine systematische Vorgehensweise entwickelt und erprobt werden, die sich in folgende einzelne Arbeitsprogramme unterteilen lässt:

  • Schadenskartierung
  • Geometrieaufnahme
  • Bestimmung von Materialparametern
  • numerische Analyse
  • Belastungsversuche
  • Bewertung bautechnischer Maßnahmen

Forschungspartner:

  • Leibniz Universität Hannover - Institut für Baustoffe
  • Leibniz Universität Hannover - Geodätisches Institut Hannover
  • Ingenieurbüro Götz & Ilsemann, Hildesheim
  • Ingenieurgesellschaft für experimentelle Mechanik GmbH, Markkleeberg
  • Prof. Dr.-Ing. K. Steffens Ingenieurgesellschaft mbH, Achim
  • Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege

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